Einigung Besoldungsstrukturreform

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Alles gut ?????

Peinliche Presseaktion der Landesregierung zur Beamtenbesoldung am 25.11.2019

Die Currywurstaktion des dbb vor dem Landtag hatte zur Folge, dass der MinisterprĂ€sident nochmals GesprĂ€che mit den Gewerkschaften anbot. Die Einladung zu dem GesprĂ€ch war so formuliert, dass sich die Landesregierung aus dem selbst gesteckten Rahmen nicht mehr bewegen wollte. Nimmt man so eine Einladung ĂŒberhaupt an?  

Wir haben uns mit den anderen Gewerkschaften und VerbĂ€nden verstĂ€ndigt, diese GesprĂ€che wahrzunehmen. 

Allerdings, wie die Einladung es auch vermuten ließ, war der Wille der Landesregierung zu einer grundlegenden Aufstockung der finanziellen Mittel im GesprĂ€ch nicht erkennbar.

Bei dem ersten GesprĂ€ch war ich persönlich dabei und kann nur sagen: Unsere GesprĂ€chspartner Frau Heinold und Herr GĂŒnther zeigten sich hartleibig. Noch nicht einmal in Sachen Wochenarbeitszeit war ein Entgegenkommen zu erkennen. 

Das stellte uns vor ein Dilemma. Am liebsten hÀtte man das GesprÀch empört abgebrochen und die ganze Sache sein lassen!

Die dann angebotenen geringfĂŒgigen Verbesserungen wollten wir aber auch im Interesse unserer Mitglieder „mitnehmen“ wie die Zusage der Übernahme des Tarifergebnisses in der nĂ€chsten Runde und ganz wichtig die Möglichkeit fĂŒr junge Beamtinnen und Beamte, mit Ablauf der Probezeit befördert zu werden.

Aber es handelte sich nicht um Verhandlungen, das ist weiterhin ein Diktat, wenn man mit solchen Vorgaben in ein GesprÀch geht!

 

Und dass sich jetzt Monika Heinold und Daniel GĂŒnther wie Kaiserin und König hinstellen und verkĂŒnden, jetzt habe man ganz gewaltig etwas fĂŒr die Beamten und die AttraktivitĂ€t des Landes getan, verschlĂ€gt einem die Sprache!

Mit diesem pompösen Auftritt fĂŒr eine solche mickerige Sache. Wie peinlich!

 

Wir wissen es besser und halten fest: Das reicht noch lange nicht! Das kann nur ein kleiner erster Schritt in die richtige Richtung sein. Traurig ist, dass die Landesregierung die Chance vertan hat, uns endlich fĂŒr die Sparmaßnahmen der letzten zwölf Jahre zu entschĂ€digen.

An mangelnden Haushaltsmitteln kann es jedenfalls nicht liegen, wenn man bedenkt, wofĂŒr alles extra und plötzlich noch Mittel zur VerfĂŒgung stehen siehe UKSH. 

Aber wir nehmen diesen Tippelschritt mit und machen weiter Druck auf Politik und Regierung, um voranzukommen! 

 

Harm Thiessen, DSTG-Landesvorsitzender

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